Mit einer Photovoltaikanlage kann man Sonnenenergie direkt in elektrischen Strom umwandeln. Wie viel Strom dabei tatsächlich entsteht, hängt jedoch nicht allein von der Anzahl der Solarmodule ab. Entscheidend sind meist die Leistung der Anlage, die Ausrichtung des Daches (Süden ist ideal) und die örtlichen Bedingungen.
Kilowattpeak und Kilowattstunden: Was ist der Unterschied?
Die Größe einer Photovoltaikanlage wird in Kilowattpeak, kurz kWp, angegeben. Dieser Wert gibt an, was die maximale Leistung der installierten Module unter festgelegten Testbedingungen ist.
Der tatsächliche Ertrag wird dagegen in Kilowattstunden (kWh) gemessen. Als grober Richtwert kann eine gut geplante Anlage in Deutschland pro installiertem Kilowattpeak etwa 900 bis 1.100 Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugen. Eine Anlage mit 10 kWp kann damit ungefähr 9.000 bis 11.000 kWh Sonnenenergie pro Jahr bereitstellen. Der tatsächliche Wert kann je nach Standort und Dach allerdings deutlich abweichen.
Welche Faktoren beeinflussen den Stromertrag?
Zu den wichtigsten Faktoren gehören:
- Ausrichtung und Neigung des Daches
- Schattenwurf durch Bäume, Nachbargebäude oder Schornsteine
- Größe und Leistung der Photovoltaikanlage
- Qualität der Module und des Wechselrichters
- Wetter und mögliche Sonneneinstrahlung
- Fachgerechte Planung und Installation
Auch Ost-West-Dächer können für Photovoltaik gut geeignet sein. Der Strom wird dabei gleichmäßiger über den Tag verteilt erzeugt, was für den Eigenverbrauch im Haushalt sogar vorteilhaft sein kann.
Nicht nur die erzeugte Strommenge ist entscheidend
Eine hohe Stromproduktion allein macht noch kein optimales Energiekonzept. Es ist zudem wichtig, wie und wie viel des erzeugten Stroms Sie nutzen. Haushaltsgeräte, eine Wärmepumpe, ein Speicher oder eine Wallbox können dabei sinnvoll aufeinander abgestimmt werden, sodass der Strom auch effizient genutzt werden kann.
Ein Stromspeicher nimmt überschüssige Sonnenenergie auf und stellt sie später zur Verfügung – beispielsweise am Abend oder in der Nacht. Ein intelligentes Energiemanagement koordiniert dabei Erzeugung, Speicherung und Verbrauch.
Für eine genaue Berechnung sind konkrete Gebäudedaten wichtig!
Pauschale Onlinewerte liefern lediglich eine erste Orientierung. Für eine realistische Prognose sollten Dachfläche, Ausrichtung, Verschattung, Stromverbrauch und zukünftiger Verbrauch berücksichtigt werden.
Staudt plant Photovoltaikanlagen deshalb individuell. Ein 3D-Scan des Dachs bildet die Grundlage für eine detaillierte Planung, die anschließend gemeinsam mit Ihnen besprochen wird.
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